Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Transportwelt

Zunächst sind unsere Gedanken bei allen Betroffenen. Damit sind nicht nur die Menschen in der Ukraine mit ihren Familien und Bekannten gemeint, sondern auch die Menschen in Russland. Als Unternehmen sind wir stark in die Situation eingebunden. Es ist uns als Logistikdienstleister wichtig, die Transportströme unserer Kunden unter Berücksichtigung der sich ständig ändernden Gesetze, Verbote und gesperrten Geldströme sicherzustellen. Wir haben einen Krisenstab eingerichtet, der sich täglich mit der Situation befasst und sich regelmäßig trifft. 
 

Große Herausforderungen während der vergangenen Jahre
Seit etwa zwei Jahren befinden wir uns in einer völlig neuen Situation. Es begann mit der Corona-Pandemie und einem Containerschiff, das den Suez-Kanal blockiert hat. All diese Dinge haben das globale Gleichgewicht gestört. Auch die derzeitige Situation hat bedeutende Auswirkungen auf die globalen Handelsströme. Wir stellen fest, dass die Preise steigen und die Zuverlässigkeit abnimmt. Alle unsere Kunden und Stakeholder sind davon betroffen. Wir tun alles, um dies so gut wie möglich zu managen. 

Die Entwicklungen für die kommenden Wochen
Derzeit ist die Lage sehr unsicher. Die Handelsbeziehungen mit der Ukraine, Russland und Weißrussland sind gestört, und das beeinträchtigt die ganze Logistikkette. Es ist sehr unklar, was möglich ist und was nicht. Wir haben Kunden, die aus Amerika stammen und gezwungen werden, aufzuhören. Das hat auch auf die Aktivitäten, die wir von unserem Standort in Venlo aus anbieten, enorme Auswirkungen. Darauf müssen wir uns einstellen und reagieren. Es ist erfreulich, dass keiner der Beteiligten für eine Seite Partei ergreift und jeder die Situation nachvollziehen kann. Wir tun uns mit Kunden, Kunden von Kunden und Lieferanten zusammen, um diese Situation zu bewältigen. Dadurch entsteht eine neue Basis, was in dieser schwierigen Zeit erfreulich ist. 

Auf der Suche nach Alternativen
Zusätzliche Herausforderungen sind die steigenden Kraftstoff- und Energiekosten sowie der Fahrermangel. Viele Fahrer stammen aus Osteuropa. Diese Probleme werden sich noch verstärken und die Logistikkette noch mehr belasten. Ich finde, dass wir alles aus unserer Kreativität herausholen müssen. Was ist möglich? Welche kreativen Lösungen sind denkbar? Welche anderen Verkehrsträger können eingesetzt werden? Welche anderen Systeme können wir dafür nutzen? Das sind die Fragen, an deren Beantwortung die Teams zusammen mit unseren Kunden intensiv arbeiten. Dazu zählt der Transport von Asien nach Europa. Dieser ist mit dem Schiff und mit dem Zug (Neue Seidenstraße) möglich. Es gibt auch alternative Routen für die Neue Seidenstraße, denn diese ist mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Wir nutzen diese Alternativen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen. 

Der globale Druck nimmt zu
Der Druck auf die Logistikkette nimmt weltweit zu, und das belastet wiederum unsere Mitarbeitenden und Dienstleistungen. Auch in Übersee, wo das Gleichgewicht gestört ist und auch bleiben wird. Es ist eine Herausforderung für unser Team, die wichtigen Waren von unseren Kunden zu bewegen. Nicht nur von Asien nach Europa, sondern auch der Rückstau in Amerika. Die Kunden haben ihre Entscheidungen auf der Grundlage des Wirtschaftswachstums am Ende des vergangenen Jahres getroffen. Es handelt sich um die Aufträge, die jetzt eintreffen oder bereits auf dem Weg sind, und den Umsatz in einigen Bereichen, die nun stocken. Der Druck auf unsere Lager nimmt drastisch zu. Das wird irgendwann mal nachlassen. Wir müssen also kreativ sein, wenn wir festlegen, welche Waren wir wo platzieren und wie wir das organisieren. 

Ein Maximum an Kreativität anwenden
Natürlich ist auch der europäische Transport weitgehend vom Straßenverkehr abhängig, und darüber hinaus hat man mit Fahrermangel zu kämpfen. Aufgrund dieses Mangels, des Brexit und der Einstellung der Dienste nach Großbritannien durch P&O haben unsere Teams Schwierigkeiten, die Kunden weiterhin zu bedienen. Meines Erachtens ist es großartig, dass wir solch gute Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten pflegen, dass wir ein Maximum an Kreativität aufbringen und immer lösungsorientiert handeln können, wodurch sich Kostensteigerungen minimieren lassen. Ich denke, dass genau dies die Stärke von Seacon ist. Trotz aller Einschränkungen betrachte ich mit Stolz die Leistungen des Teams. 

Wie wirkt sich die Situation auf die Seacon-Mitarbeitenden aus?
Die Mitarbeitenden von Seacon sind unglaublich wichtig. Wir beschäftigen Mitarbeitende, die direkt oder indirekt von der Situation betroffen sind, z. B. durch Kundenkontakte. Das ist für diese Menschen sehr belastend, und deshalb betreuen wir sie und schenken ihnen unsere Aufmerksamkeit. Mir gefällt es, dass innerhalb unseres Unternehmens Initiativen ergriffen werden, z. B. durch das Sammeln von Gütern oder die Frage, ob wir als Vermittler auftreten können. Das ist ein großes Kompliment an das Team, das sich trotz aller Herausforderungen auch noch damit beschäftigt. Ich denke, es ist wichtig, solche Dinge zu unterstützen und zu fördern, und deshalb machen wir das auch als Unternehmen gerne.

1 April 2022

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